Blaue Nacht

Zeitgenössisches Theaterstück 2014
Schauspiel-Musik-Lichtdesign  

Günter Barton

Inspiriert durch Text - und Bildmaterialien aus der Zeit des Expressionismus und der Geschichte der Nachkriegszeit, entstand die Idee zu dem Theaterprojekt  "Blaue Nacht". Die daraus entwickelten und dramatisierten Szenen stehen in einer symbiotischen Beziehung mit den Kompositionen von Stefan Levin und dem Cellisten Sonny Thet. Das Theaterprojekt „Blaue Nacht“ gespielt von dem Schauspieler Günter Barton, erzählt und spiegelt den filigranen Lebenspfad eines Menschen  der Gegenwart. Flüchtige, zwischenmenschliche Begegnungen paaren sich mit widersprüchlichen Lebensgefühlen. Aus politischen Gründen zu Unrecht  verurteilt, reflektiert er seine existentielle Lebenssituation. Ein Namenloser, ausgeschlossen von der Gesellschaft, eingesperrt im Gefängnis, erlebt dieser eines der " tollsten Abenteuer ", wie er selbst beteuert, „sich selbst zu begegnen“.  Gefangen in seinen Gedanken und Gefühlen, spricht er über Gott, seinen Vorder-und Hintermann, erzählt seinen Alltag, wo die einzige Abwechslung der tägliche Rundgang in einem Gefängnis-Hof ist. Hier entdeckt er eine Blume, die Symbol seiner ganzen Sehnsucht wird, bis er sie schließlich unter panischer Angst pflücken kann.

Die gewählte minimalistische Form der Szenerie vermittelt einen aktuellen Bezug zu den  Problematiken unserer globalen Gesellschaft.

Mit den veriantenreichen Kompositionen, gespielt von Sonny Thet, erzählt und begleitet das Cello korrespondierend, die geflüsterten, gesprochenen und gesungenen Erlebnisdichtungen

 

„Als die Sonne ihre Finger von dem Fenstergitter nahm und die Nacht aus den Ecken kroch, trat  etwas aus dem Dunkel auf mich zu – und ich dachte, es wäre Gott. War ich nicht mehr allein?“

Vita der Akteure

Sonny Thet

Der 1954 in einer Musikerfamilie geborene Sonny Thet absolvierte seine musikalische Ausbildung  am staatlichen Konservatorium Phnom Penh / Königreich Kambodscha. Prinz Sihanouk entsandte ihn 1969 zum Studium der europäischen Musik nach Weimar. Nach seinem Abschluss im Fach Cello wurde er Mitbegründer der legendären Gruppe Bayon. Sein bis  heute unverwechselbarer Stil verbindet Khmer-Pentatonik mit Elementen der europäischen Klassik sowie Jazz- und Rockelementen.  In vielen Konzertsälen und Musikstudios ist der international gefragte Musiker zu Hause. Besonders die Genre übergreifenden Projekte mit Malern, Autoren  und anderen Künstlern haben Sonny Thet als multimedialen Musiker bekannt gemacht. Er komponierte u.a. Musik für den Oscar premierten Film „Das Leben der Anderen“.  

Günter Barton

Der Schauspieler und Sänger spielte in  Film - und Fernsehproduktionen u.a.: Don II, Farhan Akhtar, 2030 Ausbeutung der Enkel, Werner von Braun, Der letzte Zeuge, Flemming. Als Theaterschauspieler spielte er unter der Regie von George Tabori und Martin Fried im Theater der Kreis in Wien. Weitere Engagements: Volkstheater Wien,  Schauspielhaus Frankfurt, Thalia Theater, Ulmer Oper, Renaissance Theater Berlin, Theater des Westens. Günter Barton war Mitglied der Berlin Comedian Harmonists, eine Erfolgsproduktion des Theaters am Kurfürstendamm Berlin.  Er gestaltete literarische Auftragsproduktionen u.a.  für die Böll- Stiftung und das Goethe Institut in Montreal. Auszeichnungen: Goldener Vorhang 1998 Berlin und den BZ Kulturpreis Berlin 1998  

Besetzung und künstlerische Mitarbeiter des Projekts 

Schauspiel, Gesang und Blues Harp: Günter Barton / Deutschland www.guenterbarton.de Cello: Sonny Thet  / Kambodscha  www.sonnythet.de Komponist und musikalische Leitung: Stefan Levin / Schweden  www.stefanlevin.com   Licht und Kostüm: Ursula N. Müller  / Schweiz  www.unmueller.de Text: Wolfgang Borchert  Realisation und Regie: Günter Barton link zum trailer: www.schauspielervideos.de/video/guenter-barton?vi=34704      

Technische Details

Bühne: leerer Raum  Bühnenmaße: 8 x 6 m Minimum Licht und Ton: Klassische Licht–und Tonanlage Personal: 1-2 Techniker für Ton-und Lichtanlage und Aufbau der Leinwand